Zehn wertvolle Tipps von Anna dello Russo

Unsere Bloggerin Alessandra exklusiv im Gespräch mit der Fashion-Ikone Anna dello Russo! 1. Folge

Nachdem sie fast 20 Jahre lang Fashion Editor von Vogue Italien war, ist Anna dello Russo heute Redakteurin und kreative Beraterin für Vogue Japan. Ich hatte das Glück, mich mit ihr am Telefon unterhalten zu dürfen und habe dabei die Gelegenheit wahrgenommen, mir ein paar Notizen über einige „need-to-know tipps“ zu machen, um die Modeindustrie betreten zu können,– laut einer der berühmtesten Fashion Editors weltweit. Diejenige, die sich selbst zu einer Marke gemacht hat: AdR.

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Anna dello Russo (zweite von rechts)
  • Es gibt keine Voraussetzungen, nur Entschlossenheit. „Wenn ich das geschafft habe…es gibt keine Voraussetzungen. Man muss Hunger haben, einen Hunger, der den Menschen fast zum Verbrecher werden lässt.“
  • Ins Ausland gehen. „Die neuen Generationen müssen das Ausland erforschen und erst danach in die Heimat zurückkommen. Das empfehle ich jedem. Je mehr du verstehst, dass die Welt abwechslungsreich ist, desto mehr hilft das bei der Arbeit.“
  • Sich nie ins Büro einschließen. „Für mich ist die Bar das Büro oder, wenn das Wetter schön ist, kann ich mit Cucciolina in den Park gehen und dort 200 E-Mails beantworten; es ist nicht mehr notwendig, am Schreibtisch zu sitzen.“
  • Nie dasselbe Kleidungsstück zweimal tragen (wenn es fotografiert werden muss). Locker bleiben – dass Anna dello Russo niemals ein Outfit mehr als einmal trägt ist nur eine Legende. „ Im Alltag trage ich die Kleidungsstücke mehrmals, obwohl das was ich am meisten liebe der Geruch eines neuen Kleidungsstückes ist – und das bereits seit meiner Kindheit.“
  • Überall gleichzeitig sein. „Meine Redaktion ist sehr atypisch und sehr modern: Die Produktion findet in New York statt, die Kernredaktion ist in Tokyo und ich bin in Mailand.“
  • Offen sein. „Die Sprache der Modezeitschriften ist eine internationale Sprache. Vogue Japan wird in der ganzen Welt gelesen, daher muss sie die internationale Aufgeschlossenheit widerspiegeln.“
  • Zu einer Modeschau gehen ist wie auf eine Party gehen. „Auf den Modeschauen wird die Mode zelebriert – und die Mode liebt, gelebt zu werden! Warum sollten wir nicht gut angezogen zu einer Modeschau gehen?“
  • Das Image von sich kreieren, das man widerspiegeln möchte. „Wenn du ein Image um dich herum kreierst, auch wenn das nur einen Teil von dir widerspiegelt, schützt es dich vor allem und altert nicht. Ich kann problemlos drei Wochen lang Yoga in Indien machen, und die Leute denken, dass ich mein Outfit jeden Tag ändere.“
  • Die einzelnen Märkte kennen. „Je mehr es zutrifft, dass der Markt globalisiert ist, desto mehr stimmt es, dass die Märkte heute unterschiedliche Bedürfnisse haben: Denk einmal an die Körpergröße, an das Konsumverhalten, an die Kultur…“
  • Die eigenen Traditionen aufwerten können. „Vielleicht ist das die Moderne: einerseits die Flexibilität, so aufgeschlossen wie möglich zu sein, anderseits auf unsere eigene Herkunft stolz zu sein und unsere Traditionen lebendig zu bewahren.“

Bilder: Alessandra Nitti

http://wonderfashionista.com

Und hier in der italienischen Original-Verfassung:

Anna dello Russo dopo essere stata Fashion Editor di Vogue Italia per quasi un ventennio, oggi è Editor At Large e consulente creativo per Vogue Japan. Ho avuto la fortuna di chiacchierarci un po‘ per telefono e ho approfittato per prendere appunti riguardo alcuni „need-to-know tipps“ per entrare a far parte dell’industria della moda, secondo la più famosa Fashion Editor al mondo. Colei che ha fatto di sé stessa un brand: AdR.

  • Non esistono requisiti, solo determinazione. “Se ci sono riuscita io… non esistono requisiti. Devi avere fame, quella fame che fa diventare un uomo quasi un delinquente.”
  • Andare all’estero. „Le nuove generazioni devono esplorare l’estero e poi tornare in patria. Questo lo consiglio a tutti. Più capisci che il mondo è variegato, più questo ti aiuta sul lavoro“.
  • Mai chiudersi in ufficio. „Per me l’ufficio è il bar o se c’è bel tempo posso andare al parco con Cucciolina e lì rispondere a duecento email, non c’è bisogno più di stare seduti alla scrivania“ .
  • Non indossare lo stesso vestito due volte (se è da fotografare). Tranquilli, il fatto che AdR non indossi un capo più di una volta è solo una leggenda. „Nella vita di tutti i giorni li indosso altre volte. Anche se ciò che più amo è l’odore del vestito nuovo, e questo fin da bambina“.
  • Avere il dono dell’ubiquità. „La mia redazione è molto atipica e molto moderna: la produzione è a New York, la redazione cuore è a Tokyo, io sono a Milano“.
  • Essere open-minded. „Il linguaggio delle riviste di moda è un linguaggio internazionale. Vogue Giappone viene letto in tutto il mondo, quindi deve rispecchiare l’apertura mentale internazionale“.
  • Andare a una sfilata è come andare a un party. „Alle sfilate celebriamo la moda e la moda ama essere vissuta! Perché dobbiamo andare vestiti male alle sfilate?“
  • Creare l’immagine di sé che si vuole trasmettere. „Quando ti crei un’immagine intorno a te, per quanto rispecchi solo una parte di te, questa ti protegge da tutto e non invecchia. Posso tranquillamente fare yoga in India per tre settimane, e la gente pensa che io stia cambiando outfit ogni giorno“.
  • Conoscere i singoli mercati. „Quanto più è vero che il mercato è globalizzato, tanto più è vero che oggi i mercati hanno delle esigenze molto diverse: pensa alle stature, ai consumi, alle culture…“
  • Saper valorizzare le proprie tradizioni. „Forse la modernità è questa: da una parte elasticità nell’essere il più aperti possibile, dall’altra l’essere orgogliosi delle nostre origini e mantenere le tradizioni vive“.

 

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