Textilkunst bietet reichlich Stoff zum Nachdenken

Ein Jahr liegt es zurück, dass der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis an den Präsidenten der Textilarbeitergewerkschaft Amirul Haque Amin aus Bangladesch verliehen wurde. Grund für das federführende Menschenrechtsbüro der Stadt, diesen Faden wieder aufzunehmen. Mit der Ausstellung „Stoff zum Nachdenken“ wird ab dem 9. September in der Nürnberger Ehrenhalle des Historischen Rathauses ein Zeichen gesetzt. Textilkünstler aus verschiedenen Nationen, darunter Frankreich, Taiwan und Argentinien, zeigen ihre textilen Kunstwerke. Sie setzen sich dabei mit den Arbeitsbedingungen bei der Textilproduktion ein, thematisieren Flucht und Vertreibung. Einige Künstler und Künstlerinnen werfen auch einen krtischen Blick auf des Verhalten der Verbraucher.

In der Ausstellung zeigen zwei Puppen Stücke aus der Kollektion „azadi“, die aus dem Kooperationsprojekt zwischen den Modeschulen Nürnberg, FARCAP Faire Mode aus Fürth und der NGO STOP (gegen Zwangsprostitution und Mädchenhandel) entstanden ist.

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Die Ausstellung wurde unter Mitwirkung der Nürnberger Textilkünstlerin Heidi Drahota konzipiert. Ihre Arbeiten sind stark politisch motiviert und setzen sich mit aktuellen Entwicklungen auseinander. Zudem gestaltet sie individuelle Taschen. In ihrem Werkraum für Textiles bietet die Kreative unter anderem Kurse im Filzen an. Dort, in den Räumen in der Schweinauer Straße in Nürnberg, sind auch ihre Arbeiten zu sehen.Zur Vernissage am 9. September, um 19 Uhr, spricht der bekannte ehemalige Leiter des Lehrstuhls für Textilkunst an der Akademie der Bildenden Künste, Prof. Hanns Herpich, über Textilkunst als politische Aussage. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Petra Maly übernommen. Die Ausstellung wird bis zum 25. September gezeigt.

Weitere Infos hier.

Alle Bilder: Heidi Drahota

 

 

 

Categories: Stoffe

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