Textilbündnis

Kurz nach Gründung des Textilbündnisses in Deutschland im Herbst 2014 hat sich Bundesminister Dr. Gerd Müller über die Sozial- und Umweltstandards in der chinesischen Textilbranche informiert.Dazu kamen rund 80 Vertreterinnen und Vertreter der Branche zu einem Runden Tisch „Nachhaltigkeit in der Textilindustrie“ in Jiaxing in der Provinz Zhejiang zusammen. Bundesminister Müller erklärte : „Ich reise mit sehr ermutigenden Eindrücken zurück nach Deutschland. Das Bewusstsein, dass am Anfang jedes Kleidungsstückes ein Mensch steht, der von seiner Arbeit leben und dessen Gesundheit geachtet werden muss, steht auch in den Produktionsländern mehr und mehr im Fokus. China ist hier auf einem guten Weg und kann damit als einer der führenden Produktionsstandorte von Textilen vorausgehen.“

Inzwischen sind einige weitere Un.ternehmen dem Textilbündnis beigetreten. Im Januar machte Cotonea (Gebr. Elmer & Zweifel GmbH&Co.KG)  diesen Schritt. Als Mitglied im „IVN – Internationaler Verband Naturtextil“ erfüllt Cotonea seit vielen Jahren die höchsten ökologischen und sozialen Standards. Bio-Baumwolle wird seit 20 Jahren verarbeitet, seit zehn Jahren besteht eine vollständig transparente Herstellungskette. Fast alle Cotonea-Produkte haben deshalb das IVN BEST-Label. 20 Prozent der Produkte haben mittlerweile einen Produktpass, der Auskunft über alle Herstellungsschritte gibt. Die restlichen 80 Prozent folgen sukzessive.

Der Aktionsplan des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist eine Reaktion auf die fast 1200 Menschen, die beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ums Leben kamen. Auch viele deutsche Marken ließen dort produzieren. Während große Handelsketten und Branchenverbände bisher den Beitritt ablehnen mit der Begründung, sie hätten gar keinen Einfluss auf die von Müller geforderten Verbesserungen, sind viele Öko-Textilmarken dem Textilbündnis beigetreten.

Categories: Stoffe

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