Seit 40 Jahren geht die VOGUE Deutschland mit der Mode

VOGUE Deutschland, 2003, Yasmin Warsame. Foto: Ruven Afanador

Wer kennt sie nicht, die eindrucksvollen Cover und Fotostrecken der Modezeitschrift Vogue? Seit 1979 erscheint das Magazin für Fashion und Style in Deutschland: Grund für die Ausstellung mit dem Titel „Ist das Mode oder kann das weg?“ in der Münchner Villa Stuck, die mehr als ein Rückblick auf Trends und gesellschaftliche Ströme ist. In einem Atelierraum wird Einblick in die Arbeit der Redaktion und aller relevanten Abteilungen der Vogue gegeben. Besucher haben Gelegenheit, Life-Fotoshootings zu verfolgen und noch bis zum 12. Januar 2020 das umfangreiche Begleitprogramm zu nutzen.

VOGUE Deutschland, 2004, Hélène Bouchet. Foto: Ralph Mecke

Die Geschichte des deutsche Ablegers der renommierten Modezeitschrift VOGUE reicht eigentlich weiter als 40 Jahre zurück. Nach der Gründung der VOGUE 1892 in den USA erschien die deutsche Ausgabe erstmals von April 1928 bis Oktober 1929 mit Verlagssitz in Berlin. Seit August 1979 wird die deutsche VOGUE monatlich am Condé Nast-Hauptsitz München herausgegeben. Christiane Arp ist seit 2003 Chefredakteurin der deutschen VOGUE, vorangegangen sind ihr unter anderem Angelica Blechschmidt und Christa Dowling.

In der Jubiläumsausstellung wird nicht nur das Zurückliegende und Gegenwärtige in der Mode gezeigt, sondern auch die Zukunft  des Mode-Journalismus thematisiert. Dieser ist längst nicht mehr auf das gedruckte Magazin beschränkt, sondern macht aktuelle Mode auf vielen Plattformen – digital, audio-visuell oder in Form von Events – erlebbar. Diese Vielschichtigkeit wird in der Ausstellung, gestaltet von Thomas Mayfried und Swantje Grundler, mittels unterschiedlichster Medien und künstlerischer Gattungen aufgezeigt.

© VOGUE Deutschland, 2008, Siri Tollerød und Toni Garrn. Foto: Karl Lagerfeld

In zwei Stockwerken werden wegweisende Fotografien aus dem VOGUE-Archiv, stilbildende Modeshootings und ein Überblick über die wichtigsten Reportagen aus vier Jahrzehnten präsentiert. Ein eigens eingerichtetes Atelier bietet die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Magazins zu blicken, unveröffentlichtes Material zu entdecken und in immer wieder wechselnden Aktionen, z.B. die handwerkliche Produktion von Designstücken, aus nächster Nähe mitzuverfolgen.

Einer der ersten Entwürfe von Karl Lagerfeld aus dem Jahr 1954 sowie ein Haute-Couture-Kleid aus seiner letzten Kollektion für Chanel sind zentrale Objekte eines Raumes, der dem im Februar verstorbenen Modeschöpfer gewidmet ist. Abgerundet wird die Schau durch Kreationen von Viktor & Rolf, eine Installation der in London geborenen Designerin Priya Ahluwalia, Forschungsstudien des Studiengangs Fashion & Technology der Kunstuniversität Linz und weitere speziell für die Ausstellung entwickelte Arbeiten.

Installationsansicht,
Marc Müller für VOGUE Deutschland

Aufmacher-Bild © VOGUE Deutschland, 2019, Scrapbooks von Matthias Ziegler. Foto: Vanessa Daly

 

 

 

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