Leuchtende Farben beim Markt der kleinen Labels

Das fast sommerliche Wetter macht Lust, sich für die warme Jahreszeit mit Kleidung, Schmuck und netten Kleinigkeiten einzudecken. Beim Markt der kleinen Labels, den der Fresh Fashion Club am 31. März im Internationalen Haus in Nürnberg organisiert hatte, gab es jede Menge schöner Dinge zu bewundern und zu kaufen. Gut ein Dutzend Ausstellerinnen und Aussteller nutzten die Möglichkeit, sich in dem großzügigen und lichtdurchfluteten Foyer des Gebäudes am Hans-Sachs-Platz zu präsentieren.

Der Fresh Fashion Club war diesmal zu Gast beim Amt für Internationale Beziehungen. Die wichtige Anlaufstelle für alle, die sich für Nürnbergs Partnerstädte interessieren, hat für ein stimmungsvolles Ambiete gesorgt. Denn ab sofort ist dort die Ausstellung des Reisemalers Thomas Grätz zu sehen. Die farbenfrohen Bilder korrespondierten gut mit den leuchten Farben der Kleidung an den Ständen. Bei Petra Maly locken Muster der 70iger Jahre in warmen Orange- und Rottönen. Sie stehen in einem gelungenen Kontrast zu den schnörkellosen Schnitten, die beim Label „tasche,rock etc.“ dominieren.

Beim Markt der kleinen Label gab es eine ansprechende Auswahl an Schmuck in verschiedenen Ausprägungen. Yvonne Waldhäusers Ketten und Armbänder wirken sehr filigran. Die dünnen Fäden verbinden Deko-Elemente wie Perlen und Glitzersteine miteinander. Ein idealer Schmuck für ein romantisches Brautkleid oder für einen Sommernachtsball. Sehr erdverbunden wirkt dagegen der Schmuck von Monika Zidak. Sie verwendet ausschließlich Natursteine. Ihre Ketten und Ohrringe sind elegant und geradlinig. Die Farben geben ein großes Spektrum an Naturtönen wieder. Ebenfalls eine enge Beziehung zur Natur geht Ute Strottmann bei ihren Kreationen ein. Sie hat eine reiche Auswahl von Glücksbringern. Die Goldschmiedin, Künstlerin und Energetikerin Strottmann erklärt gerne, welches Amulette am besten für welche Lebenslage geeignet ist. Auf die positive Ausstrahlung ihres Schmucks setzt auch Maria Abramowsky. Die sympatische Schmuckkünstlerin aus Fürth verwendet vorwiegend Edelmetall und zaubert daraus Ketten und Armbändern, die von nordischer Eleganz sind. Zum kleinen Schwarzen bilden die Schmuckstücke ihres Labels „MariSky“ die perfekte Ergänzung.

Leonel da Silvas spielte portugiesische Volksmusik.

Zur Musik von Leonel Da Silva, der auf der Gitarre portugiesischen Fado und andere Volksweisen spielt, entfaltete der Markt der kleinen Labels eine sehr persönliche Atmosphäre. Kundinnen und Kunden kamen leicht ins Gespräch mit den Ausstellern. So erfuhren sie von Ursula Meinberg, dass sie ihre Seidenoberteile mit den auffallenden Korallenmustern für ihr Label „Evelovesapples“ in Asien fertigen lässt. Sie bevorzugt dabei kleine Manufakturen. Die hochwertigen Designerstücke lassen sich mal elegant, mal sportlich kombinieren. Zum weißen Oberteil mit roten Korallen trägt Meinberg Sportschuhe in derselben Farbe.

Ursula Meinberg mit ihren Kundinnen.

Auf nachhaltige Produktionsweise und Handarbeit legt Radka Sillerova viel Wert. Aus eigener Erfahrung heraus, hat sie eine ebenso praktische wie hübsche Rucksacktasche aus Leder entworfen. Ihr Label „definitely yours“ fertigt in Deutschland. Das Leder stammt ebenfalls aus Europa. Der Pfiff an ihrer Kreation ist aber das Innenfutter, für das die junge Designerin fröhliche Stoffe wählt.

Radka Sillerova mit ihren originellen Taschenrucksack aus eigner Kollektion.

Mit Liebe selbstgemacht sind die Waren von Andrea Brunner. Die Inhaberin des Laden „Selbstgemacht in Fürth“ hatte diesmal Sommerkleider, Tücher in Frühlingsfarben und Taschen aus Recyclingmaterial mitgebracht. Dazu Dekostücke für die Wohnung. Schließlich beschränkt sich die Freude an frischem Design nicht nur auf Kleidung.

Das hat auch Beate Eitel berücksichtigt. Sie hat zwar bei ihrem Label-Namen „BuybagsbyBea“ Taschen in den Vordergrund gestellt, aber an ihrem Stand sind es auch geschmackvolle Schalen aus Bambus und andere schöne Dinge zu finden.

Ebenfalls mit ungewöhnlichen Stoffen unterstreicht Nélie Tchamba ihren Stil. Ihr Label „MadeByAfricans“ verwendet die farbenfrohen Stoffe für Taschen und dazu passende Schuhe und für Kleider. Ihre Schnitte haben einen französischen Touch. Fertigen lässt die junge Designerin ihre Stücke übrigens in Kamerun.

Einige Ausstellerinnen machen ihre Ware selbst. Dazu gehört Anke Staubach: Sie strickt ihre Pullover, Schals und Wärmflaschenbezüge. Auch im Sommer kann man ihre Pullover-Kreationen tragen. Denn für die kurzärmeligen Oberteile verwendet sie eine Wolle, die sich leicht anfühlt und auch bei hohen Temperaturen gut zu tragen ist. Christine von Stengel schneidert aus hochwertigem Material Kleidung, die auch in großen Größen chic aussieht. Unter ihrem Label setenga bietet die Schwabacherin individuelle Stücke, die sie der Kundin nach Maß anfertigt.

Ein weiterer Anziehungspunkt bildet die Vielzahl an italienischen Brillenmodellen, die Christoph Dolle an seinem Stand zum Probieren ausgebreitet hat. Passend zu dem prächtigen Sonnenschein draußen, gab es jede Menge modischer Sonnenbrillen. Da fällt die Auswahl schwer. Aber das Schauen und Stöbern macht beim Markt der kleinen Labels, der die Individualität jeder Persönlichkeit durch Unikate unterstreicht, viel Spaß.

Da etliche der ausstellenden Labels inzwischen Mitglied beim Fresh Fashion Club geworden sind, ist eine Fortsetzung des Markts der kleinen Labels in den nächsten Monaten geplant.

Bilder: Harald G. Koch, pnb .

 

 

 

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