Innovationen bringen Individualität bei Stoffen

Innovative Produkte dank Spezialviskosefasern? Neuartige Textilien benötigt? Die bayerische Textilbranche gilt als weltweit führend: Sie setzt seit Jahren auf Technische Textilien. Nur damit konnte dem Strukturwandel in der Branche erfolgreich begegnet werden. Heute machen Technische Textilien über 60 Prozent der Produktion aus. Einen wesentlichen Beitrag hat daran das Netzwerk TEXTILE INNOVATION der Bayern Innovativ GmbH – eines der führenden Netzwerke für die Textil- und Bekleidungsbranche im deutschsprachigen Raum. Beim 1. Fresh Fashion Day in Nürnberg wird Astrid Lang vom Bayern innovativ am 24. Juni, um 11 Uhr, über Trends, Innovationen und Nachhaltigkeit in der Textilindustrie – Herausforderungen und Potenziale referieren. In ihrem Beitrag geht es um folgende Aspekte: Kleidung ist heute mehr als Zeitgeist – sie ist Ausdruck von Lifestyle und Persönlichkeit. Hinzu kommen funktionale Aspekte, die in Freizeit und Sport von großer Bedeutung sind. Zudem steigt die Nachfrage nach einer gesunden Lebensqualität und nachhaltigen Produkten. Die Mode- und Sportbranche zeigt weltweit ein großes Wachstumspotenzial und braucht qualifizierte und kreative Impulsgeber. Gerade in der Sport- und Modebranche wird mit Innovationen um Kunden geworben. Neue Materialien und Funktionen, aber auch spezielle Verarbeitungstechniken spielen hier eine wesentliche Rolle.

Veredlung und Ausrüstung

Die Kombination einzelner Veredlungsschritte sowie die Abstimmung der unterschiedlichen Wasch-, Färbe- und Effektverfahren stellen eine große Herausforderung dar. Dazu kommen schnell wechselnde modische Einflüsse, Neuentwicklungen im Oberstoffsektor und immer wieder neue Verfahren. In der Veredlung und Ausrüstung ist das Thema Wassereinsparung nach wie vor ein ständiger Begleiter. Ein großes Potenzial wird dem textilen Digitaldruck als Minimalauftragstechnik für die Funktionalisierung zugesprochen. Das ZIM-Netzwerk DIGI4TT, das von der Bayern Innovativ GmbH gemanagt wird, bündelt hierfür Ressourcen und Kompetenzen. Aktuell kommt der Digitaldruck für dekorative Zwecke zum Einsatz. Ihm wird gerade im Hinblick auf eine individualisierte und digitalisierte Produktion unter dem Aspekt Industrie 4.0 ein großes Zukunftspotenzial prognostiziert.

Auf der Techtextil in Frankfurt, an der sich  von Bayern innovativ mit einem Stand beteiligte, gab es zukunftsträchtige Produkte und Verfahren zu entdecken. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jean-Luc Valenti

Nachhaltigkeit und REACH

Zahlreiche Brancheninitiativen haben zum Ziel, ökologische und soziale Bedingungen bei der Herstellung zu verbessern. Hinzu kommen gesetzliche Regelungen wie REACH – damit sollen besonders besorgniserregende Stoffe in der Fertigung und den Erzeugnissen vermieden werden.

Industrie 4.0 und Digitalisierung

Das Thema Industrie 4.0 ist derzeit ebenfalls Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte. Mit der Entwicklung von Prozessen und Strukturen für den Aufbau von Smart Factories in der Textilindustrie befassen sich auch Forschungsvorhaben.

Aufmacher-Foto: Aussteller Abend der techtextil 2017,  Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Thomas Fedra

 

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