Die Basic-Garderobe – Aussortieren

Wenn der Schrank endlich leer ist, kommt die schwierigste Phase, in der man sich entscheiden muss. Jedes einzelne Kleidungsstück wird sein eigenes Schicksal erleben: Es wird behalten, aussortiert oder recycelt.

Die wichtigste Frage dabei ist: Ist das Kleidungsstück noch up to date? Wie lange habe ich es nicht mehr getragen? Habe ich es überhaupt je getragen, und wenn ja, wie oft? Wenn die braune Jacke, zum Beispiel, schon lange den Kleiderschrank nicht mehr verlassen hat, gehört sie entweder aussortiert oder recycelt, wobei sie nicht unbedingt weggeworfen, sondern weiter geschenkt, ausgebessert oder anders verwendet werden kann.

Was bedeutet aber „schon lange“? Jennifer Baumgartner schreibt in ihrem Buch You are what you wear“, dass ein Kleidungsstück, das bereits seit sieben Jahren nicht mehr getragen wurde, nicht mehr in den Kleiderschrank gehört. Eine ziemlich lange Zeit, denke ich! Nostalgikerin braucht man jedoch nicht unbedingt zu sein: Vielleicht sind vier oder fünf Jahre mehr als genug, um sich, zum Beispiel, endgültig von einem Rock zu verabschieden.

Wir haben es fast geschafft! Die aussortierte Bekleidung liegt in einer Tüte: Demnächst wird sie das Zuhause verlassen – egal zu welchem Zweck. Die Stücke, bei denen man sich noch nicht sicher ist, werden vor dem Spiegel erneut probiert, später eventuell selbst ausgebessert oder umgestaltet – oder die Schneiderin wird das für uns übernehmen: Wie wäre es mit einer Tasche aus einer alten Jeanshose? Und Lappen kann man sowieso immer gebrauchen.

Zu guter Letzt  steht man dann endlich vor den Kleidungsstücken, die man tatsächlich behalten möchte.

Text: Nicoletta De Rossi

Bild: Litokol

Informationen: Kleiderbügel, Schablonen-Linie StenDecor von Litokol

www.litokol.it 

Categories: Kleiderschrank

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